Städte und Gemeinden in Deutschland > Verfahren > So wichtig sind Kontoauszüge für Ihre Ablage

VERWALTUNGSVERFAHREN

Wir verraten alle wichtigen Infos zum Thema Kontoauszug. Sparkasse, Postbank, Volksbank und Co., diese Sache haben nämlich alle Banken gemeinsam. Welche Arten von Kontoauszügen es gibt, wie Sie sie online abrufen können und wofür dieses Dokument besonders wichtig ist, lesen Sie hier.

Ihr Kontoauszug

Was ist ein Konto Auszug?

Ein Kontoauszug ist ein Dokument, auf dem wichtige Informationen zu Ihrem Bankkonto vermerkt sind. Aufgelistet sind verschiedene Informationen zu Ihrem Kontostand sowie auch alle Transaktionen. So können einzelne Zahlungen nachvollzogen werden und Sie behalten den Überblick über die Aktionen auf Ihrem Bankkonto.

Wie lange Sie Kontoauszüge aufheben sollten, fragen Sie sich? Als Privatperson haben Sie hier keine gesetzlichen Vorgaben. Verdienen Sie allerdings mehr als 500.000 Euro pro Jahr, müssen Sie die Unterlagen sechs Jahre lang aufheben.

Welche Informationen enthalten Kontoauszüge?

Sie können den Kontostand zum Monatsanfang (oder zum Zeitpunkt des letzten Kontoauszugs) einsehen sowie den aktuellen Betrag auf Ihrem Konto. Es sind auch alle Transaktionen im gewählten Zeitraum (meist ein Monat) ersichtlich: Alle Geldeingänge und -ausgänge sind mit Empfänger bzw. Sender, Betrag, zugehörigen Kontodaten und ggf. dem Betreff ersichtlich.

Auf Ihrem Kontoauszug finden Sie außerdem Ihre persönlichen Daten und teilweise auch Ihre Adresse. Mit abgedruckt sind Informationen zu Ihrer Bank (BIC oder Bankleitzahl), Ihrem Konto (Kontonummer oder IBAN) sowie Datum und Uhrzeit der Erstellung des Kontoauszugs. In manchen Fällen finden Sie hier auch Angaben dazu, wie hoch Ihr möglicher Dispokredit ist.

Bei welchen bürokratischen Prozessen werden Kontoauszüge besonders wichtig?

In vielen Fällen müssen Sie Ihr Einkommen nachweisen. Dazu zählt die Unterzeichnung eines Mietvertrags, der Antrag auf einen Kredit oder auch die Beantragung eines Visums. Auch bei staatlichen Anträgen, zum Beispiel auf Elterngeld, Wohngeld, Bürgergeld oder andere Sozialleistungen, werden die Einkünfte und der Kontostand relevant. In diesen Fällen benötigen Sie Ihren Kontoauszug, damit Sie Ihr Vermögen, Ihre regelmäßigen Einkünfte sowie vergangene Zahlungen (beispielsweise an einen Vermieter) nachweisen können.

Woran man oft nicht denkt: Wer Handwerker beauftragt, sollte die entsprechenden Kontoauszüge mit der Zahlung fünf Jahre behalten. Zwei Jahre lang könnte es nämlich vorkommen, dass das Finanzamt den Handwerksbetrieb kontrollieren möchte und bei Ihnen anfragt. Fünf Jahre lang gibt es außerdem eine Gewährleistung. Wer diese einfordern möchte, hat auch besser die Bestätigung der Zahlung zur Hand.

Diese Unterschiede gibt es bei Kontoauszügen

Man unterscheidet zwischen

Alle drei Arten zeigen dabei Kontobewegungen auf. Während Sie jedoch bei einem Tagesauszug (wie der Kontoauszug im Allgemeinen auch genannt wird) alle Aktivitäten eines bestimmten Zeitraums einsehen können, enthält die Überweisungsbestätigung lediglich die Daten zu einer bestimmten Buchung. Diese Bestätigung ist in der Regel schneller zu bekommen, bei einem regulären Kontoauszug kann es etwas dauern, bis eine Zahlung aufscheint.

Der Rechnungsabschluss wird in der Regel am Ende eines Quartals gemacht. Hierbei werden Kontoführungs- und weitere Gebühren sowie Zinsen mitberechnet und angezeigt.

Wie bekomme ich meinen Kontoauszug?

Ihre Bank ist verpflichtet, die Kontobewegungen der letzten zehn Jahre zu speichern. Auf Anfrage können Sie also alle Kontoauszüge für diesen Zeitraum erneut nachbestellen. Da dieser Service aber in der Regel Gebühren kostet, sollten Sie ihre Unterlagen gut aufheben. Heutzutage gibt es ganz verschiedene Wege, um an die eigenen Kontoauszüge zu kommen:

1. Vor Ort in Ihrer Filiale

Sie gehen mit Ihrer Bankkarte zu einer Filiale Ihrer Bank. Dort gibt es spezialle Drucker, an denen Sie Ihren Kontoauszug erhalten können. Sie können dort so oft hingehen, wie Sie möchten. Die Daten der letzten 12 Monate stehen hier zur Verfügung.

2. Per Post

Für Banken ist es verpflichtend, Sie zumindest einmal im Monat über Ihre Kontoaktivitäten zu informieren. Wer seinen Kontoauszug also nicht abruft, bekommt ihn in der Regel per Post. Doch Achtung: Für diesen Service zahlen Sie mindestens die Portokosten.

3. Online als PDF

Je nach Kontomodell ist es inzwischen auch üblich, dass Sie Ihre Kontoauszüge im Onlinebanking abrufen können. In einem digitalen Postfach finden Sie jeden Monat Ihren Kontoauszug. Laden Sie die bereitgestellten PDFs auf jeden Fall regelmäßig herunter, um Ihre Nachweise für den Fall der Fälle zu speichern oder ausdrucken zu können. Beachten Sie hierbei: Das Portal merkt, wie oft Sie Ihre Auszüge abrufen. Tun Sie das zu selten, kommen sie gegebenenfalls trotzdem per Post.

Alles Wichtige in Kürze zum Kontoauszug

Egal, ob Sie nur eine bestimmte Zahlung nachweisen möchten oder einen Überblick über Ihre Ausgaben behalten wollen: Speichern oder drucken Sie Ihre Kontoauszüge in regelmäßigen Abständen. Das geht in der Bankfiliale oder auch online. Denn für viele bürokratische Prozesse kann ein Einkommens- oder Vermögensnachweis einmal relevant werden. Hierfür eignet sich ein Kontoauszug optimal, denn das offizielle Bankdokument enthält alle relevanten Informationen.